Gute Banken, schlechte Banken

Die geliebte Bundesregierung plant mit Gute Banken, schlechte Banken (GBSB) eine neue Daily Soap, die an die Erfolge einer so ähnlich klingenden täglichen Serie anknüpfen soll. Ziel der Serie ist vor allem, die geliebte Bundesregierung und ihre Mitglieder in der Gruppe der wahlrelevanten Zielgruppe bekannter zu machen und für Sympathien zu werben.

Die Serie wird zunächst nur per Internet zu sehen sein. Dies soll einerseits ein Gegengewicht zu all der Kinderpornographie und dem Schund und Schmutz im Internet setzen, andererseits erhofft sich die geliebte Bundesregierung durch die Verteilung via podcast und den Möglichkeiten, die Videoclips in Webseiten, Blogs, Social Networks etc. einzubinden, verlorenen Boden bei der Web 2.0-Generation wiedergutzumachen.

Je nach desolater Finanzlage ist auch geplant, GBSB im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie bei privaten Sendeanstalten zu zeigen.

In der ersten Folge sehen Sie folgendes:

Germany's current top model Angie muß leider feststellen, daß es nicht reicht, im Bundeskanzleramt den Catwalk rauf und runter zu laufen. Der Kapitalismus ist nicht ganz das ist, was Opa Helmut immer behauptete. Obwohl sie Arbeitsmarktregulierungen hinwegfegte, den Unternehmen Geld schenkte und die Banken machen ließ, was sie wollten, kauften die Menschen von ihren sinkenden Einnahmen einfach nicht mehr ein. Sie sprach mit verzweifelten Bankern, die nicht verstehen können, warum man Abfall nicht als Bonbons verkaufen kann.

Irgendwie hatten die Menschen die Banken falsch verstanden. Jo "Victory" Ackermann ließ sie wieder Hoffnung schöpfen:" Hey Baby warum so verkrampft? Wir beide kriegen das schon wieder hin, wir sind doch die Deutschland AG!"

In den schwersten Stunden des Zweifels tritt ein gegelter Wohlstandswonneproppen auf, der Herr hin und weg Guttenberg, der Angie im Bundeskanzleamt den Arm um die Schulter legt und ihr ins Ohr säuselt: "Angie, ich mag es nicht, wenn dein hübsches Gesicht in Sorgenfalten liegt. Mein Papa hat mir den Aufenthalt in ein paar hippen, trendy Elite-Einrichtungen finanziert. Ich war in the US of A, Baby! Ich habe den Masterplan! Don't worry, Angie baby, Gutti comes to your rescue!"

Neidisch bemerkt der geliebte Terrominister, wie sich seine angehimmelte, aber bisher unerreichbare Angie dem jungen Schönling zuwendet.

Gleichzeitig plant Super-Uschi, ein Kind aus einem afrikanischen Drittweltland zusätzlich zu ihren sieben Kindern zu adoptieren. "Was Madonna kann, kann ich schon lange! Vielleicht bemerkt mich die Weltpresse dann endlich als das deutsche It-Partychick." Damit alles glatte geht, schlägt sie dem Terrorminister einen teuflischen Deal vor. Super-Uschi sorgt dafür, daß Gutti in die Kinderpornofalle tappt, während ihr Wolle in Afrika hilft.

Und wer ist die Frau, die unter dem Namen Maria jede Nacht spärlich bekleidet im Yoshiwara, dem trendy Vergnügungslokal der Regierungselite, zu Hot Voodoo tanzt, auf die Peer ein Auge geworfen hat, und wegen der er plant, eine Bad Bank ins Leben zu rufen, um sich durch verschleierte Finanztransaktionen selbst zu bereichern, um der geheimnisvollen Maria ein Leben in Saus und Braus zu ermöglichen?

Freuen Sie sich auf endlos viele Folgen von Gute Banken, schlechte Banken demnächst in der Mediathek.

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