Wirtschaftskrise

Kaum einer weiß es, aber die Mitglieder der geliebten Bundesregierung sind wahrlich arm dran. Für eine viel zu geringe Entlohnung im Monat (es heißt nicht umsonst Diäten, denn damit ist nur ein spartanisches, frugales Leben möglich) und eine läppische Aufwandspauschale erlassen die Mitglieder der geliebten Bundesregierung emsig Gesetze, die sie oftmals nicht einmal gelesen haben und die oft verfassungswidrig sind, lungern in Ausschüßen herum, warten darauf, von Lobbyisten bestochen zu werden oder belustigen die Bevölkerung mit irrsinnigen Visionen eines Polizei-, Präventiv- und Überwachungsstaates. Bei einem derart umfangreichen Leistungsspektrum dürfte klar sein, daß gerade in Zeiten einer allgemeinen wirtschaftlichen Krise die Mitglieder der geliebten Bundesregierung die ersten sind, die diese zu spüren bekommen.

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Damit die politische Elite Deutschlands sowie die Leistungsträger in Form von Managern von Banken und Großunternehmen vor der sicheren Armut bewahrt werden, wird die geliebte Bundesregierung das Geld dort holen, wo es noch etwas zu holen gibt und keiner widerspricht, bei den Minderleistern der prekären Unterschicht. Durch die fortgesetzte Umverteilung zeigt sich die geliebte Bundesregierung einmal mehr von ihrer sozialen Seite, wird doch das unternehmerische Risiko sozialisert.

Deshalb wird sich die geliebte Bundesregierung dafür einsetzen, daß das Arbeitslosengeld II auf 100 Euro pro Monat (inklusive Miete und Nebenkosten) gekürzt wird. Durch diese Maßnahme der sozialen Gerechtigkeit wird das dringend benötigte Geld für Diätenerhöhungen sowie zusätzliche Rettungsschirme für notleidende Banken freigesetzt.

Unterbeschäftigung, Armut und soziale Ausgrenzung verursachen gewaltige Kosten. Die geliebte Bundesregierung schätzt die unzureichende Nutzung vorhandener Arbeitskräfte und die zusätzlichen Kosten dieser Vergeudung in der Wirtschaft (Krankheit, Kriminalität und damit verbundene Kosten) auf jährlich ein- bis zweitausend Milliarden Euro. Das sind Krebsgeschwüre im Herzen der deutschen Gesellschaft - eine Verschwendung von Ressourcen, die förmlich auf eine produktivere Verwendung warten. Die größte Herausforderung besteht heute darin, von der Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung zu einer Politik überzugehen, welche die soziale Integration in das Zentrum aller politischen Entscheidungen rückt.

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